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Skibob Weltmeisterin

SPORT, Skibob, Weltmeisterschaft Grächen Schweiz, 22.-26.03.2017 Die 19-jährige Studentin Silvia Steininger vom SC Bischofsmais war zum Abschluss einer langen Skibobsaison ins schweizerische Grächen zur WM gereist. Als 7-fache Jugendweltmeisterin der letzten Jahre startete sie altersbedingt nun nur noch in der Eliteklasse Damen.Ihre aktuelle Weltcupsaison hatte sie mit dem vierten Gesamtrang abgeschlossen. „Insgesamt war ich in dieser Saison neun Mal Vierte. Ich hoffte so sehr, beim Saisonhöhepunkt eine Medaille zu holen. Dass es dann gleich vier Mal geklappt hat, ist absoluter Wahnsinn.“

SPORT, Skibob, Weltmeisterschaft Grächen Schweiz, 22.-26.03.2017 Als erste Disziplin stand der Super-G auf dem Programm. Dort konnte die Niederbayerin Silvia Steininger sogar die österreichische Geschwindigkeitsspezialistin Lisa Zaff auf den vierten Rang verdrängen und sicherte sich so die Bronzemedaille. Überglücklich über den doch etwas überraschenden Erfolg in der Speeddisziplin ging Silvia tags darauf im Slalom an den Start. Nach dem ersten Lauf lag sie noch auf dem 4. Platz. Der Abstand auf die Medaillenränge betrug nur 6 Hundertstelsekunden, zur Halbzeitführenden und derzeit besten Slalomfahrerin Claudia Hartl fehlte eine knappe Sekunde. Ansporn genug für Silvia, im 2. Durchgang alles auf eine Karte zu setzen. „Wenn du hier nicht riskierst, gehst du mit dem vierten Platz nach Hause. Da musst du dich zusammenreißen“, weiß die 19-Jährige aufgrund ihrer Jahre langen Rennerfahrung im internationalen Bereich. Und so legte sie einen furiosen 2. Lauf hin. Mit dieser Sensationsfahrt platzierte sie sich ganz vorne und feierte ihren ersten Weltmeistertitel in der Damenklasse. Bleibt noch anzumerken, dass es nur drei Herren in der Eliteklasse gab, die ihre Fabelzeit unterboten. „Der Herrenweltmeister und amtierende Weltcupsieger Pavel Cihacek, der in dieser Saison fast alle Rennen dominierte, war nur eine Sekunde schneller, die zwei weiteren Herren nur eine Zehntel“, stellt die frischgebackene Weltmeisterin begeistert fest. Beflügelt durch diese Meisterleistung ging Silvia Steininger im Riesenslalom auf beinharter Piste an den Start. „Nach hundert Startern sah man nicht einmal eine Furche im Eis. So habe ich das noch nie erlebt.“ Mutig stürzte sie sich in den steilen Eishang und wurde mit einer weiteren Bronzemedaille belohnt. Die letzte ihrer vier Medaillen in der Kombination war von derselben Farbe. Mit diesen Erfolgen hat Silvia Steininger sich in der Weltspitze festgesetzt und kann nun in die wohlverdiente Skibob-Sommerpause gehen und sich nach den Semesterferien weiter ihrem Studium an der Universität Regensburg widmen.

Fotos: Copyright PHOTO PLOHE

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